Motorrad Navigationsgeräte

Motorrad Navigationsgeräte

Für viele Motorradfahrer stehen das Erkunden und Befahren von neuen und anspruchsvollen Strecken an erster Stelle. Da man nicht überall ortskundig ist, kann es durchaus auch vorkommen, dass man mal vom Weg abkommt und sich verfährt. Seit einigen Jahren gibt es Navigationsgeräte, welche vor allem im Bereich des Autos eingesetzt werden. Jedoch haben auch die Biker das „Navi“ für sich entdeckt. Bevor man aber nun ein Navigationsgerät für das Motorrad kauft, sollte man berücksichtigen, dass ein solches andere Eigenschaften erfüllen muss als ein Navigationsgerät für das Auto.

Worauf achten beim Kauf?

Ein Navigationsgerät ist vor äußeren Einflüssen nicht geschützt, deshalb sollte es auf jeden Fall wasserdicht sein bzw. ein zusätzliches Gehäuse aufweisen, in dem es verstaut werden kann. Ein weiterer Punkt, der berücksichtigt werden muss ist die Erschütterung. Da man mit einem Motorrad auch weniger ausgebaute Strecken befährt, sollte das Navi gegen Erschütterungen gesichert sein. Einer der wichtigsten Punkte ist die Stromversorgung. Navigationsgeräte verfügen zwar in der Regel über einen Akku, dieser hat jedoch nur eine begrenzte Laufzeit und bei längeren Fahrten von mehreren Stunden, kann dieser schon mal leer werden. Deshalb ist es notwendig, dass man eine externe Stromversorgung am Motorrad anbringt. Dies bedeutet in der Regel, dass ein Werkstattbesuch unvermeidbar ist.

Wenn man das Navigationsgerät am Motorrad anbringt, sollte man einen Platz wählen, der das Navi vor Sonneneinstrahlung weitgehend schützt. Viele Displays werden im Sonnenlicht unlesbar, deshalb sollte man schon beim Kauf eines Navi darauf achten, dass das Display im Sonnenlicht lesbar bleibt als auch nicht blendet. Viele Navigationsgeräte für Motorräder benötigen eine extra Halterung, mit der sie am Motorrad befestigt werden können. Oftmals ist die Halterung nicht Bestandteil des Navi und muss gesondert gekauft werden. Bevor man sich jedoch Navi und Halterung kauft, sollte man prüfen, ob auch wirklich Platz am Motorrad dafür ist. Durch ein wetterfestes Gehäuse und die zusätzliche Stromversorgung benötigt man viel Platz, der unter Umständen nicht vorhanden ist.

Ebenfalls ist es wichtig, dass das Navigationsgerät über ein Bluetooth-Modul mit Headset verfügt. Anders als beim Auto kann man sonst die Stimme des Navi nicht hören. Man sollte auf jeden Fall zuvor die Tonqualität des Headsets überprüfen, denn durch den Fahrtwind und den Motorgeräuschen als auch dem Verkehrslärm muss man das Headset womöglich so laut stellen, dass man nur noch ein Krächzen aus den Lautsprechern vernimmt. Zudem schadet die laute Tonstärke dem Gehör.

Empfehlungen

Bewährt haben sich in der Praxis das TomTom Rider 2 sowie das Garmin Zumo 550. Beide verfügen über eine einfache Bedienung und können vor der Fahrt auf dem heimischen PC programmiert werden. Beide Geräte sind gut verarbeitet, sind wasserdicht und stoßfest. Die Kartendarstellung war beim TomTom sehr gut, beim Garmin Zumo hingegen etwas weniger flüssig. Beide überzeugten des Weiteren durch eine schnelle Satellitenverbindung. Bei beiden Geräten muss jedoch bemängelt werden, dass keine Anleitungen für die Befestigung als auch für die externe Stromversorgung beiliegen. Bei dem Modell Garmin muss zudem das Headset gesondert gekauft werden.

Wer eine Motorradtour mit Navigationsgerät plant, sollte diese gut vorbereiten. Da man sich auf die Fahrt konzentrieren muss, ist eine Bedienung währenddessen nicht möglich. Ein großer Nachteil für die Navis ist auch das Kartenmaterial, welches in der Regel nicht auf die Bedürfnisse von Bikern ausgelegt ist. Es ist jedoch auch möglich ein Autonavigationsgerät zu benutzen. Jedoch sollte der Biker hierfür eine spezielle Gerätetasche kaufen, welche man z.B. mittels Klettverschluss am Motorrad befestigen kann. Man sollte dabei nicht vergessen, dass Autonavigationsgeräte für Touren mit dem Bike nicht ausgelegt sind und daher evtl. nicht einwandfrei arbeiten können.